Staatliche Förderungen für Weiterbildungen

Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)

Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein dient zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt und kann bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter beantragt werden. Maßnahmen nach dem nach § 45 SGB III (AVGS-MAT) umfassen ein professionelles Coaching oder Profiling durch einen nach AZAV zugelassenen Träger, wie es die indisoft GmbH ist.

Hier finden Sie unsere mehrsprachigen Job- und Karriere-Coaching-Angebote, die über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein bis zu 100 % gefördert werden können: Coachings via AVGS


Bildungsgutschein über Agentur für Arbeit / Jobcenter

Als Kunde, der nach dem SGB II oder III gefördert wird, können Sie bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter eine Weiterbildung, eine Umschulung oder ein Coaching beantragen. Ihr Träger prüft zunächst Ihre persönlichen Vorraussetzungen sowie Ihre körperliche und geistige Eignung. Wird eine Förderung bewilligt, erhalten Sie einen sogenannten Bildungsgutschein, mit dem Sie sich bei uns für eine Maßnahme anmelden können.

Ein Bildungsgutschein muss in der Regel nach spätestens 3 Monaten für das ausgestellte Bildungsziel eingelöst werden. Neben den Lehrgangskosten, sichert Ihr Träger Ihnen bei einer Bewilligung auch die Fahrtkosten bzw. die Kosten für die Kinderbetreuung zu. Die Leistungen für Ihren Lebensunterhalt bleiben während einer Weiterbildung oder Umschulung unverändert.

Die Bundesagentur für Arbeit hat ein Skript erstellt, in dem Sie weitere Informationen über berufliche Förderung erhalten: Förderung der beruflichen Weiterbildung für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.

Sollten Sie sich oder Ihre Angestellten im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes bzw. des Arbeit-von-morgen-Gesetzes weiterbilden wollen (Förderinstrument ist auch hier der Bildungsgutschein), lesen Sie weiter unten im Abschnitt "Qualifizierungs­chancen­gesetz / Arbeit-von-morgen-Gesetz".

Hier finden Sie unsere Weiterbildungen und Umschulungen, die über einen Bildungsgutschein gefördert werden können: Weiterbildungen mit Bildungsgutschein


Bildungsprämie

Die Bildungsprämie wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union gefördert. Anspruch haben Erwerbstätige (mind. 15 Std./Woche), deren zu versteuerndes Jahreseinkommen maximal 20.000 Euro bei Alleinstehenden bzw. 40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten (unter Berücksichtigung der Kinderfreibeträge) nicht übersteigt. Der Prämiengutschein übernimmt bis zu 50 % der Weiterbildungskosten, maximal 500 Euro.

Das Bundesprogramm Bildungsprämie wurde um ein Jahr verlängert. Erwerbstätige können Prämiengutscheine der Bildungsprämie noch bis Ende 2021 erhalten. Mit der Verlängerung begegnet das BMBF den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Weiterbildungs- und auch den Beschäftigungsmarkt.

Wichtiger Hinweis im Zusammenhang mit dem Corona-Virus (laut Bundesministerium für Bildung und Forschung):

Muss die geplante Weiterbildung Corona-bedingt ganz ausfallen, kann ein noch ungenutzter Gutschein mit Ausstellungsdatum vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. Juni 2020 bei der Beratungsstelle umgetauscht werden, die den originalen Prämiengutschein ausgestellt hat.
Wird eine Weiterbildungsmaßnahme Corona-bedingt verschoben, kann ein bereits ausgestellter Prämiengutschein weiterhin eingesetzt werden, wenn der Kurs zu einem späteren Zeitpunkt durch den gleichen Anbieter nachgeholt wird – auch dann, wenn der Beginn des nächsten Kurses nach dem Ablauf der Gültigkeitsfrist des Gutscheins liegt.

Weitere Informationen sowie Adressen von Beratungsstellen finden Sie auf der Internetseite der Bildungsprämie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).


Deutsche Rentenversicherung / Berufsgenossenschaften

Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben können, haben Sie die Möglichkeit, über die berufliche Rehabilitation bei der Deutschen Rentenversicherung oder über Ihre Berufsgenossenschaft eine Weiterbildung zu beantragen. Dies gilt auch für die Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsalltag.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Deutschen Rentenversicherung.


Digitalprämie Berlin

Die Digitalprämie Berlin soll vor allem Soloselbstständige und kleine und mittlere Unternehmen unterstützen und sie geschäfts- und zukunftsfähig für die digitale Transformation zu machen. Die Antragstellung erfolgt im sogenannten Windhundverfahren (Wer zuerst kommt, erhält auch zuerst die Förderung solange bis die vom Berliner Senat zur Verfügung gestellte Summe aufgebraucht ist.) über das Onlineportal der IBB Business Team GmbH.

+++ Die Einreichung des e-Antrags ist bis spätestens 31.03.2021 möglich. +++

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein:

  • Berliner Soloselbstständige und Freiberufler im Hauptberuf ohne angestellte Beschäftigte (mit mindestens 26.000 EUR Einkommen / Jahr aus der aktuellen Tätigkeit)
  • Berliner KMU mit Betriebssitz bzw. Betriebsstätte in Berlin und max. 249 Beschäftigten
  • Gründung ist vor dem 31.12.2019 erfolgt

Gefördert werden nebst anderen betrieblichen Investitionen "digitalisierungsbezogene Qualifizierungsmaßnahmen", die zur digitalen Transformation der Arbeits-, Produktions- und Managementprozesse sowie der Verbesserung der IT-Sicherheit beitragen. Dies erfolgt in Form von Finanzierungszuschüssen. Welche genau das sind und welche Nachweise und Unterlagen Sie erbringen müssen, erfahren Sie direkt bei der Investitionsbank Berlin.


Meister-BAföG / Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) - das sog. "Meister-BAföG" ist ein Mix aus Zuschuss und Darlehen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wenn Sie über eine anerkannte, abgeschlossene Erstausbildung oder einen vergleichbaren Berufsabschluss verfügen, können Sie diese Aufstiegsförderung beantragen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Vollzeitlehrgängen erhalten vom Staat einen monatlichen Unterhaltsbeitrag zum Lebensunterhalt in verschiedener Höhe, je nach Familienstand. Die aktuellen Zuschüsse und Darlehen sowie viele Beispiele der Förderung anschaulich erklärt, erfahren Sie unter www.aufstiegs-bafoeg.de

Aktuelle Hinweise zur Aufstiegs-BAföG-Förderung im Zusammenhang mit dem Corona Virus (laut Bundesministerium für Bildung und Forschung):

Während einer laufenden Förderung sollen Geförderten keine Nachteile entstehen. Geförderte erhalten daher bei der Unterbrechung einer laufenden Fortbildungsmaßnahme durch pandemiebedingte Schließungen von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen weiterhin Förderleistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), kurz Aufstiegs-BAföG.

Wir weisen allerdings darauf hin, dass Fortbildungsmaßnahmen, die aus demselben Grund nicht planmäßig beginnen, ausfallen oder auf unbestimmte Zeit verschoben werden, erst mit Durchführung der Maßnahme gefördert werden können. Zeiträume vor dem tatsächlichen Beginn einer Maßnahme sind grundsätzlich nicht förderfähig.

Quelle: Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: aufstiegs-bafoeg.de (Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung)


Qualifizierungs­chancen­gesetz / Arbeit-von-morgen-Gesetz

Das "Gesetz zur Stärkung der Chancen für Qualifizierung und mehr Schutz in der Arbeitslosenversicherung" auch kurz "Qualifizierungschancengesetz" genannt, ist Teil der sogenannten "Qualifizierungsoffensive" der Bundesregierung und soll die Weiterbildungsmöglichkeiten der Akteure am Arbeitsmarkt unterstützen und stärken.

Die Förderinstrumente der Arbeitsmarktpolitik wurden im Arbeit-von-morgen-Gesetz konkretisiert und weiterentwickelt, um die Menschen in Deutschland rechtzeitig auf die Arbeit von morgen vorbereiten zu können. Angesichts der Erkenntnis, dass in lebensbegleitendem Lernen und Weiterbildung der Schlüssel zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit im Strukturwandel liegt, sollen besonders die Möglichkeiten von Weiterbildung und Qualifizierung in besonderen Situationen weiter gestärkt werden.

Seit dem 01.01.2019 haben alle Bundesbürger ein Recht auf Weiterbildungsförderung, unabhängig davon, ob sie berufstätig oder arbeitsuchend sind und unabhängig von Alter, Gesundheitszustand oder Qualifikation, wenn deren berufliche Tätigkeiten durch neue Technologien ersetzt werden könnten, sie in sonstiger Weise vom Strukturwandel bedroht sind oder eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben. Folgende Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein:

  • Die Weiterbildung muss Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die über die aktuelle Position hinausgehen und den Arbeitnehmer somit fit für die Zukunft machen
  • Die Weiterbildung muss von einem externen, zugelassenen Bildungsträger durchgeführt werden
  • Die Weiterbildung muss mindestens 120 Unterrichtseinheiten betragen

Neben der hälftigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge werden für während der Kurzarbeit begonnene Weiterbildungsmaßnahmen Lehrgangskosten pauschal in Abhängigkeit der Betriebsgröße erstattet:

  • Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten 100 % der Lehrgangskosten
  • Betriebe mit 10 bis 249 Beschäftigen 50 % der Lehrgangskosten
  • Betriebe mit 250 bis 2.499 Beschäftigten 25 % der Lehrgangskosten
  • Betriebe mit 2.500 und mehr Beschäftigten 15 % der Lehrgangskosten

+++ Update zum Januar 2021: Bedürfen [...] eine größere Anzahl von Angestellten eines Betriebes eine berufliche Weiterbildung, ist anders als bisher, nicht mehr für jeden einzelnen Beschäftigten ein Förderantrag notwendig. Vielmehr kann der Arbeitgeber [...] die Förderleistungen nunmehr grundsätzlich auch nur mit einem Antrag bei der Agentur für Arbeit stellen. Der Arbeitgeber erhält hierbei eine Bewilligung über die Gesamtleistung, mit der die entstehenden Qualifizierungskosten seiner Beschäftigten gefördert wird. Die Neuregelung trägt dazu bei, die [...] Durchführung beruflicher Weiterbildung in den Betrieben sowie die Förderverfahren und -entscheidungen zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Weiterhin besteht jetzt die Möglichkeit, bis zu 15 % höhere Zuschüsse zu den Lehrgangskosten und zum Arbeitsentgelt zu beantragen. Diese zusätzliche Förderleistung wurde auf alle Betriebe unabhängig von der Betriebsgröße ausgeweitet. +++

Weitere Informationen zur Qualifizierungsoffensive bzw. zum Arbeit-von-morgen-Gesetz finden Sie in dieser Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Informationen zur nationalen Weiterbildungsstrategie im Rahmen des Arbeit-von-morgen-Gesetzes finden Sie unter: Nationale Weiterbildungsstrategie.


Soldaten­versorgungsgesetz (SVG) / Berufsförderungsdienst (BFD)

Als Zeitsoldat, Grundwehrdienstleistender, freiwillig zusätzlich Wehrdienstleistender und Berufsoffizier im fliegerischen Dienst können Sie über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) eine Weiterbildung oder Umschulung beantragen. Der BFD ist für die berufliche Bildung von Soldaten und Soldatinnen zuständig. Nicht nur innerhalb der Bundeswehr, sondern auch für ausscheidende Soldaten. Zur Eingliederung auf den zivilen Arbeitsmarkt bietet der BFD eine Stellenbörse mit Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen an. Darunter fallen auch Weiterbildungen und Umschulungen. Schon während der Dienstzeit haben Soldaten die Möglichkeit, Schulungen zu besuchen, um sich für das Leben nach der Bundeswehr vorzubereiten. Dies gilt auch für den Grundwehrdienst.

Der BFD fördert Maßnahmen bis zu 100 % und gewährt nach dem Ausstieg Übergangsbeihilfe. Interessenten können bundesweit Beratungen der zuständigen Ortsbehörden des BFD in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.bundeswehr.de/de/betreuung-fuersorge/der-berufsfoerderungsdienst-der-bundeswehr-bfd.


Transfergesellschaften

Wenn Arbeitslosigkeit durch Betriebsinsolvenz oder Rationalisierungsmaßnahmen droht, können Transfergesellschaften zum Einsatz kommen. Ziel einer Transfergesellschaft ist es, für die Beschäftigten innerhalb eines Jahres eine neue Arbeitsstelle zu finden. Schon während der Kündigungsfrist werden Mitarbeiter beraten, weitergebildet und vermittelt.

Der Wechsel in eine Transfergesellschaft ist für die von Arbeitslosigkeit bedrohten Beschäftigten freiwillig. Als betreuter Beschäftigter einer Transfergesellschaft erhalten Sie ein Jahr lang Transferkurzarbeitergeld, welches dem Arbeitslosengeld I ähnelt und keinen Einfluss auf die Dauer des eventuell folgenden Bezuges vom Arbeitslosengeld hat. Ein sogenannter Transfersozialplan bietet den Arbeitnehmern konkrete Vermittlungs- und Qualifizierungsangebote an. Zur Vermittlung stehen Transfergesellschaften unterschiedliche Instrumente zur Verfügung. Weiterbildungsmaßnahmen, die vom entlassenden Unternehmen und in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsverwaltung z. B. aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert werden, helfen den Mitarbeitern in der Transfergesellschaft, sich beruflich neu zu orientieren oder so zu qualifizieren, dass ihre Vermittlungschancen verbessert werden.


Weiterbildungsprämie

Bei Weiterbildungen, die ab dem 01.08.2016 begonnen haben und zu einem Abschluss in anerkannten Ausbildungsberufen mit mindestens zweijähriger Dauer führen, kann man eine Weiterbildungsprämie erhalten. Die Prämie für das Bestehen der Abschlussprüfung bei Umschulungen beträgt 1.500 Euro.

Um die Prämie zu erhalten, müssen Sie Ihrer Agentur für Arbeit bzw. Ihrem Jobcenter einen Nachweis der prüfenden Stelle über das erfolgreiche Bestehen Ihrer Abschlussprüfung vorlegen (z. B. Kopie des Zeugnisses der Kammer).

Die Förderung basiert auf dem "Gesetz zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosenversicherungsschutz- und Weiterbildungsstärkungsgesetz – AWStG)". Weitere Informationen zur Weiterbildungsprämie finden Sie auf der Seite der Agentur für Arbeit: Weiterbildungprämie


Weiterbildungsscheck Sachsen – betrieblich

Die Sächsische AufbauBank hat mit dem "Weiterbildungsscheck – betrieblich" ein Angebot für sächsische Arbeitgeber mit dem sie Weiterbildungen für Ihre Mitarbeiter fördern lassen können. In der Regel werden bis zu 50 % der Weiterbildungskosten bezuschusst.

Antragsberechtigt sind Arbeitgeber und Selbstständige aus Sachsen. Gefördert werden Vorhaben der betrieblichen Weiterbildung.

Der Förderzeitraum endete vorerst zum 31.12.2020 und ist für die Jahre 2021 und 2022 in der Planung. Aktuelle Infos können Sie auf der Seite der SAB (Sächsische AufbauBank) finden.


Weiterbildungsscheck Sachsen – individuell

Mit dem "Weiterbildungsscheck – individuell" können Sie sich berufsbegleitende Weiterbildungen mit einem Satz von bis zu 80 % fördern lassen.

Antragsberechtigt sind Beschäftigte, Auszubildende, Berufsfachschüler (ab vollendetem 18. Lebensjahr) und andere Personengruppen, die (wieder) in das Erwerbsleben eintreten wollen, wie beispielsweise arbeitslose Nichtleistungsempfänger.

Gefördert werden: Vorhaben der individuell berufsbezogenen Bildung bzw. Weiterbildung zur Verbesserung der beruflich nutzbaren Kompetenzen bzw. Qualifikationen sowie der Steigerung der Beschäftigungschancen von Personen mit einem erhöhten Förderbedarf hinsichtlich der Beteiligung an beruflicher (Weiter-)Bildung.

Der Förderzeitraum endete vorerst zum 31.12.2020 und ist für die Jahre 2021 und 2022 in der Planung. Aktuelle Infos können Sie auf der Seite der SAB (Sächsische AufbauBank) finden.


Hier geht es zu unseren staatlich geförderten Weiterbildungen, Umschulungen und Coachings

Geförderte Weiterbildungen